Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie

Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie

Der BMZ und die Modedesignerin Esther Perbandt haben sich die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie nachdem Unglück von Rana Plaza angeschaut.

Dass die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie, besonders in den südostasiatischen Ländern, von vielen Nichtregierungsorganisationen aber auch von zahlreichen westlichen Regierungen kritisiert werden, ist nichts Neues.


In Ländern wie Bangladesh oder Indien haben sich eine Vielzahl von westlichen Textilkonzernen niedergelassen, die dort produzieren. Von Markenherstellern bis hin zu Billiganbietern ist zu ziemlich jeder Textilproduzent dort vertreten. Schließlich sind die Löhne niedrig, die politisch-rechtlichen Bedingungen kaum vorhanden und die Mitarbeiter froh, wenn sie überhaupt eine Arbeit haben – egal welche Tortur sie dafür auf sich nehmen müssen.

Es gibt in diesen Ländern keine Sozialhilfe. Wer nicht arbeitet, bekommt kein Geld – und muss verhungern. So hat die Textilbranche in südostasiatischen Ländern eine erhebliche Nachfragemacht nach Arbeitskräften.

Ein Teufelskreis ohne politische Rahmenbedingungen

Jedes in den südostasiatischen Ländern ansässige Textilunternehmen agiert für sich. Insoweit stehen finanzielle Interessen im Vordergrund, um das Unternehmen wettbewerbsfähig zu machen und Aktionäre zufrieden zu stellen. Keiner hat das Interesse aus seiner bisherigen Strategie abzuweichen.

Wer die Arbeitsbedingungen freiwillig verbessert, muss damit rechnen, dass er durch die gestiegenen Kosten finanziell abgestraft wird. Hieraus ergibt sich, dass nur politische Rahmenbedingungen die Arbeitsbedingungen in der Textilbranche verbessern können. Nur wenn jeder die gleichen Pflichten hat, wird es überhaupt zu einer Verbesserung kommen.

Das Unglück von Rana Plaza im Jahre 2013 zeigt, dass diese Rahmenbedingungen nicht ausreichend vorhanden waren. Sonst wäre es nicht zu diesem Unglück gekommen.

Nicht jeder ist ein schwarzes Schaf

Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie

Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie

Dass es auch anders geht, haben viele Textilunternehmen zunehmend unter Beweis gestellt. Mittlerweile setzen viele Unternehmen aus der Textilbranche auf Nachhaltigkeit und gute Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter. Es werden eigene rechtliche Verpflichtungen eingegangen. Allerdings nicht ganz uneigennützig (Thema: Greenwashing)

Die wachsende Sensibilisierung in der westlichen Welt (also bei den Hauptabnehmern der Waren) hat dafür gesorgt, dass Verbraucher beim Kauf von Textilien verstärkt darauf achten, wie nachhaltig unter welchen Bedingungen diese produziert wurden. Dass die Unternehmen mit entsprechenden Zielsetzungen darauf reagieren, zeigt wie stark die Anspruchsgruppe der Verbraucher ist. Wer dabei nicht mitzieht, gefährdet Marktanteile und Umsatzeinbußen.

Auch hat sich gezeigt, dass sich Nachhaltigkeit durchaus refinanzieren lässt – die Zahlungsbereitschaften der Konsumenten sind höher, wenn die Waren unter guten Bedingungen produziert wurden.

Die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie haben sich verbessert

Weltweit geht die Entwicklung zu mehr Demokratie und einem Abbau der Klassengesellschaften über. Die westliche Welt war hierbei sehr schnell. Andere südostasiatische Länder haben andere Kulturen und Sitten. Aber auch hier ist ein zeitversetzter Trend zu erkennen.

Die Standards in der Textilbranche sind gestiegen. Die Löhne haben sich verbessert und die Sicherheitsstandards wurden erweitert. Allerdings müssen viele Konzerne noch entsprechende Hausaufgaben machen. Der derzeitige Stand ist noch lange nicht zufriedenstellend. Schließlich arbeiten in diesen Ländern Menschen. Menschen, die nicht anders sind als wir Endverbraucher und demzufolge die gleichen Rechte haben.

Also, beim nächsten Einkauf einfach mal schlau machen, welches Unternehmen nachhaltig produziert.

Weiterführende Infos zu den Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie findest du auf https://www.bmz.de/textil und http://www.siegelklarheit.de

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www.rettediewelt.de

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