Verbot von Plastiktüten

Plastiktüten

Zeit über ein Verbot von Plastiktüten nachzudenken – Ob schlicht, dezent bedruckt oder aufwendig designt – Plastiktüten bereichern optisch jede Einkaufspassage seit Anfang der 60er Jahre

Plastiktüten

Verbot von Plastiktüten

Was so harmlos ausschaut und absolutes Lifestyle-Feeling verbreitet, ist aber dennoch ein großer, gut getarnter Umweltsünder. Dennoch scheint bei der breiten Öffentlichkeit noch nicht angekommen zu sein, dass Plastiktüten sozusagen unsere Welt ersticken. Daher läuft augenblicklich auch über das Projekt Umdenken (www.projekt-umdenken.de) eine Petition an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Berlin (http://www.bmu.de), in der ein Verbot von Plastiktüten für ganz Deutschland ab 2014 gefordert wird.

Was ist an Plastiktüten ökologisch so kritisch zu betrachten?

In nahezu jedem Kaufhaus, Supermarkt oder Geschäft gibt es die Gratisplastiktüten oder die kaufbaren Kunststofftragetaschen, die letztendlich bei dem Großteil der Verbraucher zu einem Einweg-Produkt werden. Ein durchschnittlicher Verbraucher in der Europäischen Union (EU) benutzt unglaubliche 500 Plastiktüten pro Jahr. Dadurch entstehen Unmengen an vermeidbarem und schwer abbaubaren Plastikmüll. Die ständige Plastikmüllzunahme bedroht unser Umwelt, insbesondere die Weltmeere und ihrer artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Die Meeresbewohner ersticken oftmals – im wahrsten Sinne des Wortes – an den gewaltigen Mengen an Plastikmüll, der sich schon heute in den Weltmeeren befindet.

Hinzu kommt, dass der Kunststoff der Plastiktüten ein sehr langlebiges Material ist. Ein Zersetzungsprozess kann, je nach der verwendeten Kunststoffart, zwischen 100 und unvorstellbaren 500 Jahren dauern. In jedem Fall länger als ein gewöhnliches Menschenleben. Oder einfach gesagt: Deine Plastiktüte „lebt“ in jedem Fall länger als Du! Die klassischen Einweg-Plastiktüten bestehen zudem aus Rohstoffen, die auf Erdöl basieren. Der Einsatz von Erdöl in Produkten des täglichen Bedarfs ist grundsätzlich als ökologisch kritisch zu betrachten, da die Ressourcen an Erdöl begrenzt sind.

Sinnvoller Umgang mit vorhandenen Tüten und gute Alternativen

Im Schnitt wird in der EU eine Plastiktüte gerade mal nur 23 Minuten lang genutzt. Kein Wunder, dass ein Verbot von Plastiktüten gefordert wird. Vielleicht hast Du zu Hause auch von den letzten Einkäufen ein paar Plastiktüten rumliegen? Wenn Du bereits vorhandene Plastiktüten für weitere Einkäufe oder zum Einpacken von unterschiedlichsten Dingen auf Reisen solange nutzt, bis sie unansehnlich sind, kannst Du schon mal einen guten Beitrag für die Umwelt leisten. Und bevor Du sie endgültig wegwerfen würdest, sind sie noch eine gute Mülltüte für Deinen Restmüll im Haushalt. Ansonsten sind Mehrweg-Stofftaschen, Dein Rucksack oder Deine Tasche die bessere Alternative zum Einkaufen.

Es gibt bereits auch Tragetaschen aus kompostierbaren Materialien oder strapazierfähigem Papier, die aber bisher nur ein sehr kleiner Anteil von Geschäften einsetzt. Tragetaschen aus Baumwolle, Leinen, Recyclingpapier oder Hanf würden einen großen Beitrag zum Umweltschutz bieten.

Am besten: Plastik, kommt erst gar nicht in die Tüte!

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5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich sehe das genauso.Ich habe in meinem Webkatalog für Bioprodukte eine Firma,die gerade Einwegprodukte aus biologischen Rohstoffen fertigt.
    Problem ist wohl der Preis.Gute Bioprodukte sind halt etwas teurer.Daher werden wir wohl in nicht allzu ferner Zeit einen noch hoeheren Preis zahlen wenn wir nicht bald auf unsere Umwelt achten.

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